Die unglaubliche Reise des kleinen Iloy

        

 
Am 16.August begann die lange Reise ans andere Ende der Welt, nach Grenada in die Karibik.Wie ja vielleicht einige wissen, ging letztes Jahr aus meinem B Wurf die Hündin Belize schon dort hin,was ohne größere Probleme funktionierte.Nun wartete Belize und ihr Frauchen Charlotte auf den neuen Spielgefährten Iloy - Ilang vom Wintersteiner Hofgarten.Ich hatte nun die tolle Aufgabe, Iloy ins Paradies zu bringen.
Am Freitag gings dann morgens um 9 mit dem Flieger von Düsseldorf los Richtung Miami, dort eine Übernachtung im Hotel und dann nächsten Tag weiter nach Grenada.So dachte ich zumindest...
                                                                                    
Den zehnstündigen Flug überstand Iloy absolut toll, er war ja schon von klein auf an seine Flugbox gewöhnt und ich nahm ihn dann in Miami total relaxt in Empfang.Dann mit dem Shuttlebus ins Hotel, was sich allerdings nicht ganz so einfach gestaltete, da Iloys Flugbox sehr groß war und gerade so durch die Tür des Busses passte.Allerdings blockierte die Box dann die Tür und es kam niemand mehr rein oder raus .Aber naja, einmal Hotel und zurück geht schon irgendwie.Der Busfahrer war zwar ziemlich genervt, die schwere Hundebox, Koffer und Handgepäck in den Shuttle zu bugsieren, aber egal, Hauptsache erstmal ins Hotel.
Im Hotel angekommen ,befreite ich Iloy endlich aus seiner Box und wollte erst einmal eine Runde die Pfoten vertreten.Mhhh, sah schlecht aus,rund ums Hotel nur Parkplätze mit einem gaaanz kleinen Grünstreifen.Vor dem Hotel Highway, neben dem Hotel Highway, keine Chance irgendwo länger Gassi zu gehen.Aber naja, die eine Nacht und der halbe Tag bis zum Abflug nach Grenada wird schon irgendwie gehen.Die Zeit war ja eh zu kurz, um sich Miami anzusehen.
Am nächsten Morgen Frühstück.Große Auswahl gabs ja nicht - Toastbrot, Butter und Marmelade.Aber der Kaffee war gut.Ist ja nur der eine Tag,ab morgen gibts dann lecker Frühstück bei Charlotte - dachte ich wenigstens.Mittags machten wir uns dann auf den Weg zum Flughafen. 
wie es ja so in der USA üblich ist, stand ich mit Iloy, der immer wieder artig in seine Box  ging ,in einer langen Warteschlange vor dem Check in..Nach ca. anderthalb Stunden waren wir dann  endlich an der Reihe,So ein bisschen mulmiges Gefühl hatte ich ja schon.Hatte ich wirklich alle nötigen Einreisepapiere für Iloy? Ich reichte alle Papiere dem Agent,ein recht netter Herr, den ich auch ganz  gut verstand.Soweit alles in Ordnung,sagte er - ABER : ich kann heute leider nicht mit dem Hund fliegen.Es ist zu warm.<<<Die Fluggesellschaft transportiert Tiere nur bis 85 Grad Fahrenheit, es waren aber 90 Grad.Ich dachte ich hör nicht recht!!Was hat denn die Temperatur mit dem Fliegen zu tun?Die Transportbox steht doch nicht auf dem Flugfeld !Ich redete,soweit es meine Englischkenntnisse zuließen, auf den Herren ein, aber keine Chance.Er sagte mir noch, ich könne es ja bei einer anderen Airline versuchen,soweit er weiß, würden die  bei jeder Temperatur transportieren.<kleiner Hoffnungsschimmer...<ich also mit Flugbox, Koffer und Handgepäck zum anderen Ende des Flughafens,Miami Airport ist übrigens seeehr groß.Nach 20 Minuten kan ich dann bei Caribean Airlines an, die tatsächlich an diesem Tag noch über Trinidad nach Grenada fliegen würden.Und zu warm?Nein,warum denn, der Hund steht doch nicht draußen auf dem Flugfeld,wird doch gleich in den Frachtraum verladen und dort ist doch klimatisiert!!Nur leider, wir haben nicht die richtigen Einreisepapiere für Trinidad,die haben dort besondere Bestimmungen.
Also noch eine Nacht im Hotel.Miami ist ja bestimmt schön, aber was hilft mir das, wenn ich aus dem Hotel nicht wegkomm?Vor dem Hotel - Highway, neben dem Hotel - Highway und hinter dem Hotel? Richtig - Highway.Also noch nicht einmal eine ordentliche Gassirunde,nur einmal innerhalb der Hotelanlage.
Dann gabs ja da noch ein Problem.Ich hatte nicht genügend Hundefutter dabei.Also Taxi bestellt, den Fahrer losgeschickt,um Futter zu holen.Da haben mich doch 5 kg Hundefutter samt Transport mal eben 50 Dollar gekostet...
Der nächste Tag.Ein Blick zum Himmel - strahlend blauer Himmel.Wie sollte es in Miami auch anders sein!Um das Ganze ein wenig abzukürzen: wir verbrachten insgesamt fünf Tage in Miami, jeden Tag mindestens zweimal mit Sack und Pack zum Flughafen.Nehmen sie mich heute mit?Passen die Temperaturen?Total genervter Shuttlebusfahrer,lange Schlangen am Counter ,unfreundliche Agents,aber ein unglaublich braver Iloy, der immer wieder ohne Protest in seine Flugbox stieg.Nur einmal dachte ich,ich müsse Iloy auf den Mond schiessen.Cap Canaveral war ja um die Ecke.Da wache ich morgens auf und dachte ich trau meinen Augen nicht.Da hatte der Kerl in der Nacht mein Ladekabel von meinem Handy gefressen!!!Meine letzte Verbindung zur Außenwelt gekappt!!!Das war dann der Moment,wo ich echt nicht weiter wußte.Aber zum Glück fand ich auf dem Flughafen einen Handyladen,wo ich ein neues Kabel bekam.
Und wenn ich am fünften Tag nicht das Glück gehabt hätte, dass ein Vorgesetzter von den Agents meine Verzweiflung mitbekommen hätte, würde ich wahrscheinlich heute noch dort fest sitzen.Dieser nette Mann ordnete trotz zu hoher Temperaturen an, dass ich fliegen durfte.Und dann waren wir da 
                                    IM PARADIES
  
Iloy hat jetzt das Traumzuhause.Er wurde von Belize,der Hovihündin, die schon letztes Jahr aus meinem Wurf dorthin ging,Ferrro, ein liebenswerter Schäferhund, Tippi und Syri, zwei kleine Mischlinge ,freudig begrüßt.Die Eingewöhnung fiel nicht schwer, die Wärme war überhaupt kein Problem.Die Hunde haben immer Zugang zum Strand, wo sie spielen und toben können und mit Charlotte lange Strandspaziergänge machen.
  
Der Abschied fiel schon schwer, zumal mir Iloy in diesen Tagen doch sehr ans Herz gewachsen war, mit seiner liebenswerten, gelassenen Art.Machts gut, Charlotte, Neil, Belize,Ferro, Tippi,Syri und Iloy - der jetzt übrigens Johnboy heißt ,es war toll mit euch

 

Und Danke für alles,Charlotte und Neil !!
                                  

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